Welttanztag ㋛︎

ℍ𝕖𝕝𝕝𝕠 𝕃𝕠𝕧𝕖𝕝𝕪𝕤 ♡︎

Gestern Sonne pur und heute alles grau in grau. Der April kann sich mal wieder nicht entscheiden!
Dann tauchen wir doch lieber in eine fantastische Geschichte ab, die uns den Alltag vergessen lässt und mit ihren Verlockungen magisch anzieht.
Passend zum Welttanztag habe ich euch eine wundervolle Märchenadaption mitgebracht.
„Im Bann der zertanzten Schuhe“ von Jana Ruth hat mich schnell in ihren Bann gezogen und vor allem auch mit der Tiefe dieser Geschichte vollkommen überrascht und überzeugt.
Jonas und Sophie, die beiden Hauptcharaktere, haben mir auch ein kleines Interview gegeben. Dies seht ihr am Ende des Beitrages.
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Aber nun zum Buch.
Ich hab lang nicht mehr solch eine überzeugende Märchenadaption gelesen. Gefreut habe ich mich auf eine unterhaltsame Geschichte mit ein wenig Magie. Bekommen habe ich so viel mehr!
Sophie und Jonas haben beide mit den Dämonen ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Doch während Jonas sich immer mehr zurückzieht und von schrecklichen Albträumen und Flashbacks heimgesucht wird, stürzt sich Sophie Nacht für Nacht in die Arme ihres Prinzen und verliert so immer mehr den Bezug zu sich und ihrem Leben.
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Gerade Jonas innerer Kampf hat mich sehr bewegt. Seine Krankheit wurde einfach unglaublich authentisch vermittelt. Man spürt seine Panik, die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit in jeder Zeile.
Sophie gibt ihm unerwartet Halt,  doch auch sie kann seine Dämonen nicht zähmen. Dies ist seine Last und er muss sich selbst wieder ins Leben kämpfen. Ich bewundere seinen Mut, sich den Ängsten zu stellen. Und seinen Mut sich trotz der mitunter lähmenden Angst einem mächtigen Gegener entgegen zu stellen.
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Sophie erweckt zu Beginn einen lebenslustigen, ungetrübten Eindruck. Sie wirkt mitunter ein klein wenig naiv. Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich so viel Schmerz. Nur langsam bröckelt ihre Fassade und Jonas kümmert sich ganz selbstverständlich um sie. Die beiden haben einen besonderen Draht zueinander. Doch auch Jonas kann sie nicht davon abhalten jede Nacht ins DeModie zu gehen und sich nach und nach immer mehr zu verlieren.
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Das DeModie lockt mit seiner fantastischen Kulisse. Alles wirkt magisch und verlockend. Kaum jemand kann sich dem Bann des Klubs entziehen, der nur für wenige sichtbar und betretbar ist. Nur zu gut versteht man die Anziehungskraft welche auch auf Sophie so stark wirkt. Den Rausch der Musik und des Tanzes mit ihrem Prinzen Luca.
Doch hinter der Fassade lauern Gefahren die Sophie trotz all der Anzeichen nicht wahrhaben will.
Werden sie diese zerstören oder fällt sie ihnen zum Opfer?
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Faszinierend und magisch, verheißungsvoll und soo gefährlich. Eine Geschichte über das Finden zu sich selbst. Über Freundschaft,  Vertrauen und dem inneren Kampf mit sich selbst und der Vergangenheit. Dabei aber immer mit dem richtigen Feingefühl für diese ernsten Themen. Bewegend und hoffnungsvoll.
Lust auf diesen besonderen Tanz?
Eure Moni ☾︎

𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖𝕟 𝕒𝕟 𝕁𝕠𝕟𝕒𝕤:


1. Beschreibe dich in drei Worten.


Diszipliniert, hart arbeitend, … verloren.

2.  Was würdest du deinem jüngeren Ich gern mit auf den Weg geben?
Oder vor welchen Entscheidungen warnen?


Es ist schwer zu sagen. Geh nicht zur Bundeswehr? Hätte ich auf mich gehört? Hätte ich nicht trotzdem die Erwartungen meines Vaters erfüllen wollen? Den Stolz, mit dem ich aufgewachsen bin, der absoluten Überzeugung, meinem Land dienen zu wollen? Selbst jetzt weiß ich, dass unsere Arbeit in Afghanistan gut war. Wir waren ja nicht für Kampfeshandlungen da. Ich hätte mir nur nie erträumen lassen, dass es mich so … zerstört.

3. Was beschert dir innere Ruhe?


Zeichnen. Dann kann ich abtauchen und alle Gedanken auf den Stift und das Papier konzentrieren. Tja, und dann ist da eben Sophie. Wenn sie tanzt, löst sie das gleiche Gefühl in mir aus. Dann gibt es nur noch sie und die Musik.

4. Was zeichnet wahre Stärke für dich aus?


Zu wissen, wann man aufgeben muss. Weitermachen, weiterkämpfen, das ist einfach, aber zu wissen, wann man etwas gut sein lassen muss, einen Schritt zurücktreten, selbst wenn es einem das Herz zerreißt, das ist wahre Stärke.

5. Wie stellst du dir deine Zukunft, vielleicht so in fünf Jahren, vor?


Besser. Ich habe einen festen Job, vielleicht sogar Aufstiegschancen und ein Leben, auf das ich stolz sein kann. Vor allem kann ich nachts wieder schlafen, ohne die Schreie zu hören, spazierengehen, ohne beim Vorbeifahren eines Lasters zusammenzuzucken und das Leben genießen, ohne daran zu denken, wie zerbrechlich es ist.

𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖𝕟 𝕒𝕟 𝕊𝕠𝕡𝕙𝕚𝕖:


1. Beschreibe dich in drei Worten.


Leidenschaftlich, loyal, aufopferungsbereit.

2. Was ist deine größte Leidenschaft? Wie hast du sie entdeckt?


Das Tanzen. Ich könnte den ganzen Tag nur tanzen. Meine Mutter hat das Tanzen genauso geliebt. Sie hat mich schon mit vier oder so zum Unterricht angemeldet und ich habe mich verliebt: undwiederbringlich.

3. Hast du eine feste Vorstellung von deinem Leben oder lässt du dich lieber treiben?


Ich hatte mal einen Traum. Auf den größten Bühnen der Welt auftreten, aber das wollen so viele, und ich muss der Realität ins Auge blicken, dass ich dafür nicht gut genug bin. Also schaue ich, wohin mich das Leben treibt. Wer weiß das schon?

4. Die märchenhafte Liebesgeschichte… gibt es sie wirklich oder alles nur Illusion?


Ich habe eigentlich nie so richtig dran geglaubt, aber dann stand er vor mir: mein Märchenprinz. Die Gefühle waren plötzlich da und alles seitdem ist wie ein wunderschöner Traum. Und das beste ist, dass er ebenso gerne tanzt wie ich.

5. Wer gibt dir im Leben am meisten Halt?


… Niemand. Meine Mama… meine Mama war für mich immer eine Konstante. Sie war bei jeder meiner Vorführungen, hatte immer ein offenes Ohr für mich, aber… aber seit sie gestorben ist, gibt’s das nicht mehr. Vielleicht wird Luka eines Tages ihren Platz einnehmen, aber ich habe zu viel Angst, ihm das aufzubürden, falls das Sinn macht.

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