[Rezension] Game Over – You’re Lost von S. Mühlsteph

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Game Over – You’re Lost von S. Mühlsteph, Jugendthriller, Papierverzierer Verlag, 297 Seiten, Kindle Edition 2.99 €, Print ab 08.11.18 für 13.95 € verfügbar, 3/5 Sterne

An dieser Stelle erst einmal vielen Dank an den Papierverzierer Verlag für das Rezensionsexemplar und der tollen Aktion an deren Umsetzung ich mit netten Mädels noch arbeiten darf. Ich freue mich auf unsere Reise.

Kurzbeschreibung:

Etta ist die beste Läuferin ihres Teams und Anwärterin auf ein Stipendium an einer Sporteliteuni. Einfach laufen und alles vergessen, das ist genau ihr Ding. Vielleicht bekommt sie so auch die Aufmerksamkeit ihrer Eltern, die sich sonst immer mehr für ihren jüngeren Bruder Finn interessiert haben – ein Computer-Nerd, der mehr Probleme hat, als man mit ADHS begründen kann.
Der neuste Hype für ihn ist das Spiel „Bishamonten“. Obwohl ihre Eltern oft auf Geschäftsreise sind, sorgen sie sich zumindest insoweit um Finn, dass sie Etta damit beauftragen, ein Auge auf ihren Bruder in diesem eSport zu werfen, damit seine schulischen Leistungen nicht weiter abfallen. In dem Gefühl, ihren Bruder zu verraten, begibt sich Etta trotzdem in diese Welt, in der sie offenbar wie im täglichen Leben Leistungen abrufen muss und dem nicht immer so angenehmen Sozialverhalten anderer gegenübersteht.
Mobbing, tägliches Training und der Umgang mit Substanzen werden zu einem fragwürdigen Strudel, der Etta und Finn alles abzuverlangen scheint und an die Grenzen bringt, bei deren Überwindung sie auf sich allein gestellt sind. Denn dort draußen ist nicht jeder dein Freund, nur weil er das sagt.

S. Mühlsteph begeistert mit einem Jugendthriller, der absolut unter die Haut geht. Weißt du, mit wem du chattest? Kennst du deine Mitspieler? Was bist du bereit zu opfern, um der Beste zu sein? (Quelle Amazon)

Meine Meinung:

Ein unterhaltsamer Jugendthriller, welcher zwar recht vorhersehbar ist, aber ein wichtiges Thema anspricht und für Außenstehende einen guten Einblick in die Welt des Onlinegaming gewährt.

Die Beziehung der Geschwister Etta und Finn wurde gut dargestellt. Es spiegelt die enge Verbindung zwischen ihnen wieder. Auch wenn sie sich gerade nicht ausstehen können zerbrechen sie sich den Kopf über den anderen und spüren Veränderungen im Verhalten um einiges deutlicher als die Eltern. Dies kann ich nur aus eigener Erfahrung bestätigen. Auch dieses Verantwortungsgefühl als große Schwester ist mir mit drei jüngeren Brüdern sehr vertraut.

Es ist verständlich das sich Finn einen Ausgleich zum nervigen Alltag sucht, in dem er immer der Sonderling ist.  Im Spiel „Bishamonten“ kann er sich scheinbar anonym ausleben. Gemeinsam mit seinem Freund Tabeo spielt er auf sehr hohen Niveau.

Vor allem Tabeo spielt hier eine interessante Rolle. Seinen Charakter fand ich am interessantesten.  Obwohl er so unscheinbar wirkt hat er ein feines Gespür für die Gefühlswelten seiner nahestehenden Menschen und verbirgt so einige Talente, die ihm gefährlich werden könnten. Im Spiel wie in der Realität ist er quasi eine Verbindungsbrücke für die Geschwister, die sich ihm beide anvertrauen und in ihm einen ehrlichen und zuverlässigen Freund haben.

Als Nichtzockerin, ich bin einfach miserabel und zu emotional beim spielen, haben mir gerade die Abschnitte im „Spielermodus“ sehr gut gefallen, auch wenn mir manche Begriffe unbekannt waren. Am Miteinander im Teamplayermodus konnte man auch auf die Beziehungen in der Realität schließen.

Die Welt des Spieles konnte ich mir sehr gut vorstellen, ebenso die Reaktionen des Teams. Das etwas faul ist und bedrohlich wird merkt man als Leser sehr schnell, dies nahm mir zwar die Spannung, doch die Geschichte lies sich trotzdem gut lesen.

Man wechselt als Leser spielend vom Reallife zum Onlinegame Modus.

Ettas Drang sich immer beweisen zu müssen wird sehr deutlich und drastisch dargestellt. Durchaus ein realistisches Beispiel in unserer leistungsbezogenen Gesellschaft, in der dir immer jemand der Rang abzulaufen droht und du dich vergessen kannst im Bestreben dein Bestes zu geben.

Ob nun als Beste im Team oder Sonderling, beide Geschwister haben im Schulalltag mit Mobbing zu kämpfen. Ein Thema was öfter angesprochen werden sollte, werden doch viele Dinge einfach verharmlost oder als normal abgetan. Hier von der Autorin sehr gut verdeutlicht.

Fazit:

Leicht vorhersehbarer Jugendthriller, welcher gut unterhält und einen kleinen Einblick in die Welt des Onlineteamplays gewährt und auf dessen Gefahren aufmerksam macht.

Habt ihr das Buch schon gelesen?  Dann verratet mir doch eure Eindrücke in den Kommentaren!

 

 

 

 

 

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