[book 51/19] Noen Manor von Nicole Knoblauch

IMG_20191125_075559_809Noen Manor von Nicole Knoblauch, Fantasy – Roman, bookshouse Verlag, 296 Seiten, Ebook 4.99 €, Taschenbuch 12.99 €, ISBN.: 978-9925331741, Bewertung 4/5 Sterne

Klappentext:

David Atwood, Herzog von Noen, ahnt nicht, welche Veränderungen ihm mit dem Tod seines Vaters bevorstehen. Das Testament zwingt ihn zur Ehe mit einer Unbekannten oder er verliert alles. Melina Lindahl kommt aus einem Königreich im Norden und ist nicht darauf vorbereitet, was sie auf Noen Manor erwartet. Können die beiden trotz Rassismus, Intrigen, Wahnsinn und Betrug zueinanderfinden?

Meine Meinung:

Mit Noen Manor hat Nicole Knoblauch einen tollen Roman erschaffen, der nicht nur das Herz berührt, sondern auch zum Nachdenken anregt. In Noen Manor kommt besonders ein, leider immer noch aktuelles, Thema auf den Tisch – Rassismus.

Melina und David kommen sprichwörtlich aus komplett verschiedenen Welten. Während in Forsthorn alle Uyato frei leben und als Krieger des Königs angesehen sind werden sie in Davids Heimat Zadura versklavt.

In Melinas Adern fließt Uyatoblut, auch wenn man es ihr rein äußerlich nicht ansieht. In Zadura angekommen muss sich sehr zurückhalten, um nicht zu sehr mit den Haussklaven zu agieren. So selbstverständlich es für sie ist, so verpönt ist es in ihrem neuen Heim. Hier ist man stolz auf seinen Stand, berechnend und duldet keine Abweichungen vor der Norm. Gerade gegenüber den Uyato sind sie gnadenlos und unerbittlich.

David lebt in einem Zwiespalt. Nach der Norm zu leben, welche die Gesellschaft von ihm verlangt oder sich dagegen zu erheben. Er hegt ein recht freundschaftliches Verhältnis zu den Uyatosklaven seines Anwesens, aber tritt nicht für sie ein. Seit seiner Kindheit liegen Schatten auf seinem Geist.

Noen Manor ist ein gutes Beispiel dafür, wie Rassismus ausarten kann. Welch grausame, erniedrigende Facetten er offen legt. Als Leser erhofft man sich eine drastische Änderung dieser Regeln, doch weiß auch wie unrealistisch diese erscheinen würden. Melina ist diesem völlig willenlos ausgeliefert und findet nur bei den Uyato Verständnis und vor allem eine Ausbildung ihrer besonderen Kräfte. Denn sie hatte keine Ahnung, wozu sie fähig sein könnte.

Auch das Frauenbild dieser Zeit lässt zu wünschen übrig und ich finde es bewundernswert, wie sich Melina über so manche Norm hinwegsetzt und schlussendlich für sich einsteht.

Die Geschichte von Melina und David hat mich sehr berührt. Die anziehenden Gefühle, welche sie langsam beide zulassen und wie dann die Gesellschaft und Intrigen ihren Einfluss auf dieses zarte Pflänzchen nimmt. Ich habe mit Melina gelitten, wollte David schütteln und der Gesellschaft den Mittelfinger zeigen! Sehr emotional, aufwühlend und doch mit der stetigen Hoffnung im Hinterkopf, das es vielleicht irgendeinen Ausweg gibt.

Das Volk der Uyato und ihre Fähigkeiten fand ich sehr interessant. Ihre ganzen Traditionen und besonderen Begabungen haben mich fasziniert. Sehr deutlich wurde auch geschildert, wie uns die Vorgaben und Normen der Gesellschaft an die Grenzen bringen können und es dem Menschen sehr schwer macht seinen Geist frei zu entfalten, bei all den Widrigkeiten und Ausgrenzung die damit verbunden sein können! Wirklich ganz beeindruckend und so authentisch.

Lasst euch auf diesen Roman ein und bildet euch ein eigenes Bild darüber, wie die Gesellschaft und Rassismus uns Schaden können und wie wichtig es ist dagegen aufzubegehren!

Vorstellungsrunde zu Noen Manor auf Instagram

Diese Woche gibt es zum Buch auch eine tolle Vorstellungsrunde zu Noen Manor auf Instagram. Ich darf die Runde starten und ihr erfahrt in meinem Beitrag etwas das Volk der Uyato. Für alle, die nicht erst auf Insta suchen möchten, habe ich ihn hier mal mit angehängt…

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[ReziEx] Heute startete unsere kleine Vorstellungsrunde zu „Noen Manor“ von der lieben @nicole.knoblauch . Ich freue mich sehr die Runde eröffnen zu dürfen. Bei mir geht es heut um das Volk der Uyato, dem unsere Hauptprotagonistin Melina angehört.
In Forsthorn/ Fjördur leben sie als freie Menschen, sind angesehene Krieger des Königs oder freie Arbeiter. In Zadura herrscht der blanke Gegensatz, denn hier werden sie als Sklaven gehalten und sind der Willkür ihrer Besitzer gnadenlos ausgeliefert.
Die Uyato zeichnen sich auch durch ihre goldenen Augen und grünen Haare aus, die je nach Reinheit des Blutes stärker oder eben schwächer hervorsticht. Außerdem gibt es unter ihnen Heilerinnen, welche durch Handauflegen und Kräuter Krankheiten heilen können. Nur sehr wenige vermögen dies auch bei Krankheiten des Geistes.
Melina ist ein „Mischling“ und man sieht ihr ihre Herkunft nicht auf den ersten Blick an. Sie ist dem Herzog von Noen Manor versprochen, einem Zadurer.
Doch was wird geschehen, wenn er von ihrer Herkunft erfährt?
.
@nicole.knoblauch webt ein sehr wichtiges, leider immer noch aktuelles, Thema in ihre Geschichte mit ein – Rassismus. Es kann gar nicht oft genug darüber gesprochen werden, um das Denken der Menschen zu beeinflussen. Der Aurtorin ist es hier sehr gut gelungen! .
Seid gespannt auf weitere Einblicke zu „Noen Manor“ 🖤 Morgen geht die Runde bei @dinasbookworld weiter. Außerdem solltet ihr auch die Accounts von @nicole.knoblauch @wunderbar_im_norden @jeanyjanez und @die_buchsuchtis im Auge behalten, denn auch hier erfahrt ihr im Laufe der Woche mehr!

Na, wer hat nun Lust auf Nicole’s Geschichte bekommen?

Ich wünsche euch einen wunderbaren Wochenstart!

Eure Moni

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