[bücherhamsterndeluxe] Autoreninterview mit Svea Lundberg

Hello Lovelys!

Letztes Jahr zur Buchmesse hat meine liebste Bücherfreundin Katja von dieser tollen Autorin geschwärmt. Natürlich habe ich dann irgendwann einmal zu einem ihrer Bücher gegriffen. Und was soll ich soll ich euch sagen: Its a neverending Lovestory!

Svea hat einfach ein unglaubliches Talent sehr authentische Charaktere und Geschichten zu erschaffen, die mich auch nach beenden der Bücher noch eine ganze Weile begleiten.

Ihre „Sheltered in Blue“ Roman habe ich ebenso verschlungen, wie die Romane um die CC Cocks Fu***ing Real. Sie räumt in ihren Romanen mit Klischees und Vorurteilen auf und regen zum nachdenken an. Natürlich sind einige auch teils sehr eindeutige Erotikszenen enthalten, diese sind einfach wundervoll sinnlich!

Umso begeisterter war ich natürlich Svea für das Projekt #bücherhamsterdeluxe zu gewinnen. Und so darf ich mit euch dieses tolle Interview teilen. Viel Spaß!

 

1. Hast du eine besondere Schreibroutine, Rückzugsort oder liebste Tageszeit, um deiner Kreativität freien Lauf zu lassen?

Eigentlich kann ich zu jeder Tageszeit schreiben, an einem idealen Schreibtag schaffe ich es allerdings schon morgens an den Laptop und schreibe bis in den Nachmittag hinein. Zwischendurch lüfte ich meinen Kopf bei einer ausgedehnten Gassirunde mit unserer Hündin aus. Ich schreibe meist ganz unspektakulär in meinem Büro oder im Sommer auch gerne mal draußen im Garten.

2. Welcher deiner Charaktere/ oder Geschichte verfolgt dich schon seit Jahren und lässt dich nicht los?

Niemals loslassen werden mich wohl Alexej & Jerik aus meiner Inbetween-Reihe. Die Geschichte der beiden ist einfach wahnsinnig intensiv und ich denke noch heute oft an sie, auch wenn ich denke, dass die Geschichte der beiden abgeschlossen ist.
Aktuell fällt es mir auch recht schwer, Rizzo, Liam & Keith aus „Beyond reproach“ loszulassen. Mir scheint, als würden die drei noch ein wenig mehr aus ihrem Leben erzählen wollen.

3. Gibt es ein Genre, welches dich als Autorin reizt, an das du dich bis jetzt aber noch nicht herangewagt hast?

Nicht direkt. Ich denke, ich weiß, was ich kann und das sind Romance/Erotik und Fantasy. Einen Thriller zu schreiben stelle ich mir auch wahnsinnig reizvoll vor, ich denke aber, dass es mir nicht liegt. Innerhalb meiner bevorzugten Genres gibt es jedoch noch viele Schattierungen, die ich gerne mal ausprobieren würde, allen voran Dark Fantasy.

4. Wieviel Reallife steckt in deinen Protas? Haben sie besondere Eigenheiten oder Charakterzüge von dir übernommen? Planst du sie vorher gründlich oder lässt du sie sich selbst entfalten beim Schreibprozess?

Wie viel von mir selbst oder meinem näheren Umfeld in den Protas steckt, ist sehr individuell. In Jannis und Felix aus „Kristallschnee“ und Erik aus „Sheltered in blue 1“ steckt beispielsweise sehr viel von mir und meinen Lieben. Grundsätzlich fühle ich mich aber allen meinen Figuren sehr nahe. Und ja, ich beschäftige mich vor dem eigentlichen Schreibprozess sehr viel mit ihnen. Ich denke, nur so kann man authentische Figuren schaffen. Das bedeutet aber nicht, dass sie mich im Laufe der Geschichte nicht noch überraschen würden.

5. Wie viele Notizbücher hast du bei dir rumliegen? Beschrieben oder unbeschrieben?

Tatsächlich gar nicht so viele. Da mir viele Ideen unterwegs kommen, tippe ich mir eher Notizen ins Handy und übertrage sie dann in meine Notizdokumente auf dem PC. Was allerdings nicht bedeutet, dass man mir mit schönen Notizbüchern keine Freude machen könnte …

6. Hast du manchmal das Gefühl, durch bestimmte Normen oder Erwartungen in deinem Schreibprozess eingeschränkt zu werden?

Nein, einfach weil ich mich in dieser Hinsicht nicht einschränken lasse. Natürlich gibt es Themen, von denen ich weiß, dass sie tendenziell eher weniger Leser*innen ansprechen werden. Wenn mir diese Themen aber unter den Nägeln brennen, schreibe ich sie auch.
Ich denke aber auch, dass man als Autor nur dann ein richtig gutes Buch schreiben kann, wenn man selbst für das Thema brennt. Sich also „von außen“ etwas aufzwingen zu lassen, führt meiner Erfahrung nach zu nicht viel. Ich weiß, dass es Autoren gibt, die konsequent nur das schreiben, was die Zielgruppe erwartet. Ich finde aber, diesen Büchern fehlt gewissermaßen das Herz.

7. Was wünschst du dir von deinen Lesern? Was war die lustigste oder schrägste Begegnung mit einem Fan deiner Bücher?

Ich freue mich einfach, wenn meine Romane gelesen werden und ich mit meiner Schreiberei dafür sorgen kann, dass Leser*innen emotional mitgenommen und berührt werden. Rückmeldungen in jeder Form sind natürlich quasi das i-Tüpfelchen, dabei ist konstruktive Kritik ebenso willkommen wie ein herzliches Lob.
Besonders schräge Begegnungen hatte ich tatsächlich noch keine, aber es gibt dennoch einige Begegnungen – egal ob virtuell oder im realen Leben –, die mir im Kopf geblieben sind, einfach weil ich mit Leser*innen zusammen über meine Bücher quatschen konnte.

8. Nach dem Buch ist vor dem Buch. Arbeitest du gleich an neuen Ideen weiter oder gönnst du dir nach beenden eines Buches erstmal eine bewusste Schreibpause?

Meist sind die Übergänge fließend, da vor der eigentlichen Schreibarbeit ja auch Plot- und Charakterentwicklung sowie Recherche stehen. Ich arbeite also immer an irgendetwas. Nachdem ich das ENDE unter einen Roman gesetzt habe, gönne ich mir schon ein paar Tage oder auch mal zwei Wochen „schreibfrei“, aber eben nicht „arbeitsfrei“.

9. Rückblickend betrachte, welchen Rat würdest du deinem jährigen Ich heute mit auf den Weg geben?

Glaub an dich und deine Geschichten, sie werden treue Leser*innen finden.

Da es unter dem allgemeinen #bücherhamstern ja darum geht ein besonderes Buch zu empfehlen, hast du nun noch die Möglichkeit eines vorzustellen. Ob es nun aktuell ist, aus dem eigenem Verlag oder dir einfach in guter Erinnerung geblieben ist, ist dir dabei vollkommen überlassen.
Ich bin schon auf deine Wahl gespannt und freue mich auf deine Antworten!

Eigenes Buch:

„Der Mann, den wir lieb(t)en“ & „Der Mann, dem wir vertrau(t)en“ (Svea Lundberg, Self-Publishing)
Natürlich trägt man jedes der eigenen Bücher immer im Herzen mit, aber ich muss sagen, dass mich die Geschichte rund um Jens & Jeremy (auch liebevoll JJ genannt) bis heute emotional packt. Ursprünglich war „Der Mann, den wir lieb(t)en“ als eigenständiger Roman geplant. Die Geschichte dreht sich um das Thema Polyamorie und um die Frage, in wie weit man seinem Partner Freiheiten einräumen kann, ohne sich selbst dabei zu verlieren. Aber irgendwie kam bei dieser Geschichte alles anders als geplant und nach rund 80k Wörtern hielt ich zwar ein fertiges Manuskript, aber irgendwie doch keine fertige Geschichte in den Händen. Denn auch wenn JJ ihr Glück (wieder-)gefunden hatten, fühlte es sich doch irgendwie nicht abgeschlossen an. Die beiden waren zwar glücklich miteinander, ihr „Abenteuer zu dritt“ jedoch war gescheitert. Und ich wiederum war nicht bereit, das so stehen zu lassen, weil mir ein Gedanke nicht aus dem Kopf ging: „Es hätte klappen können.“ Nur aus diesem Grund ist der Nachfolgeband „Der Mann, dem wir vertrau(t)en“ entstanden und endlich – mit Ethan an JJs Seite – fühlte sich alles komplett an und ich konnte meine Protas zufrieden gehen lassen.

Buch eines anderen Autors:

„Von Rache und Regen I – Regentänzer“ (Annette Juretzki, Traumtänzer-Verlag)
Wer mich ein wenig kennt, weiß, dass ich eine kritische Leserin bin. Ich finde viele Bücher gut, aber nur wenige empfinde ich als perfekt. Ein solches Buch ist für mich „Von Rache und Regen“ von Annette Juretzki, denn es hat alles, was ein perfektes Buch in meinen Augen braucht: eine spannende, überraschende und in sich logische Handlung; authentische Figuren, die keineswegs glattgebügelt, aber auf ihre Art unheimlich liebeswert sind; die richtige Mischung aus Drama, Dreck und Herzschmerz, aber ohne dabei auch nur ein einziges Mal überladen zu wirken. Und all das garniert Annette Juretzki mit einem wunderbar bildhaften, einfühlsamen und gleichzeitig direkten Schreibstil. Sie beschönigt nichts, sie knallt einem aber auch nichts unbedacht vor die Füße (oder eher die Augen). Stattdessen nimmt sie den Leser mit auf eine düstere und gleichsam stellenweise romantische Reise durch ein Land voller Regen und Rache, hinein in die Lebens-, Liebes- und Leidensgeschichte zweier Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch perfekt zusammenpassen. Selten zuvor hat mich ein Roman so überzeugt wie dieser und das, obwohl es ein Roman über Untote ist und ich mit zombieähnlichen Wesen eigentlich so gar nichts anfangen kann.

Gibt es demnächst Termine oder Veranstaltungen, auf denen du anzutreffen bist? 

QueerBookFair Frankfurt, Samstag 17. Oktober 2020
BuchBerlin, Samstag/Sonntag 14./15. November 2020

 

Auch an dieser Stelle noch einmal vielen Dank liebe Svea, dass du #bücherhamsterndeluxe so bereitwillig unterstützt hast!!

Und das ist noch nicht alles! Auf meinem Instaaccount habt ihr nun auch die Möglichkeit „Fu***ing Real – Beyond Reproach“ zu gewinnen! Also nix, wie hin!

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