[Rezension] Fusion von Tomke Jantzen

ℍ𝕖𝕪 𝕃𝕠𝕧𝕖𝕝𝕪𝕤 ✌︎

Ganz frisch heute erschienen, das neue Meisterwerk von Tomke Jantzen. In „Fusion“ treffen wir auf Matt, den viele bereits aus „Gravitation“ schon kennen. Ihr müsst den Vorgänger nicht zwangsläufig gelesen haben, doch es ist schon von Vorteil, da wir auch auf bekannte Charaktere treffen und natürlich schon ein Gefühl für Matts Charakter bekommen.

Hach,Matt und Abe!!!
Ich bin echt manchmal zu sentimental. Schon bei ihren ersten Aufeinandertreffen hat es mir das Herz zerrissen. Wie kalt und gleichgültig ihre Eltern agierten. Ich kann sowas einfach nicht nachvollziehen und hatte dann das Gefühl meinen Kurzen ein mal mehr umarmen zu müssen!

Schon bei „Gravitation“ hatte mich das erste Treffen in sehr jungen Jahren wahnsinnig berührt. Auch bei Matt und Abe war dies wieder der Fall. Tomke schafft es einfach sehr gut das Verhalten der jungen Charaktere zu spiegeln. Ihr Bewusstsein für Ungerechtigkeiten und das Gefühl der Einsamkeit, aber auch dieses grenzenlose Vertrauen für die Probleme von Freunden. Dieses Verständnis für die Lage des anderen und die gemeinsamen Geheimnisse.

Die ganze Zeit genießt man die Vertrautheit der beiden und wie sie sich beide nur einander öffnen. Ich hatte so Bauchschmerzen was wohl passieren würde um diese beiden zu trennen.

Schon bei der Schilderung ihrer beiden Leben merkt man, wie unterschiedlich sie auf den elterlichen Einfluss reagieren. Und trotz allen Gegensätzen bleiben sie unzertrennlich.

Mir hat es das Herz zerrissen die beiden getrennte Wege gehen zu sehen und genau zu wissen,  wie stark sie einander doch brauchen! Und nicht nur diese schmerzhafte Trennung, sondern auch der Auslöser für diese.

Ich ahnte schon beim Outing von Matt, dass es wohl etwas in Abe wachrüttelt.

Verständlich bei seiner „Erziehung“,dass er nicht gleich offen darüber nachdachte. Es war viel nachvollziehbarer, dass er seine Zeit brauchte um sich von diesen festen Ketten und Vorstellungen zu lösen.
Seine ersten Schritte in ein selbstbestimmtes Leben und die Frage, wer bin ich eigentlich was will ich?
Hach, wie schön das doch mit Juan zusammen lief ♡︎

Matts Eindrücke, Flashbacks und Emotionen können einem wirklich die Luft zum atmen nehmen. So sehr habe ich seine Ängste zwischen den Zeilen gespürt. Aber auch den Kampfgeist unseres Tigers wieder das Leben ohne Furcht zu lieben. Sich seinen Ängsten zu stellen.

Ihr erstes Widersehen nach vielen Jahren ist wahnsinnig bewegend und rüttelt verdrängte Ereignisse wieder in den Fordergrund, wirft auf beiden Seiten viele Fragen auf.

Tomke schafft einfach authentische Situationen. Die Ernsthaftigkeit der Probleme wird nie unter den Tisch gekehrt, verharmlost oder per Wundermittel gelöst. Sie bedürfen ihrer Zeit und dem Verständnis für den jeweils anderen.

Es war einfach ergreifend wie die beiden füreinander stark sein wollten und sich dann langsam aneinander gewöhnen konnten, sich die nötige Freiheit und Fluchtmöglichkeit offen ließen.
Ich bin so unfassbar stolz auf diese beiden Kämpfer und wie sie versuchen ihr Leben zu meistern.

All die wundervollen Nebencharaktere runden die Geschichte wieder perfekt ab und lassen uns auf eigene Geschichten hoffen. Natürlich gibt es auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten und einen Einblick wie ihre Geschichte weiterging.

Zum Schluss möchte ich euch wirklich bitten die Triggerwarnungen zu Beginn des Buches genau zu lesen und für euch zu entscheiden, ob ihr die Geschichte lesen wollt, denn sie geht wirklich unter die Haut.

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